Migräne und Kopfschmerzen

Als Migräne bezeichnet man „anfallartige, oft pulsierende Kopfschmerzen, die wiederholt und meist einseitig auftreten, in den frühen Morgenstunden beginnen und Stunden bis Tage andauern können. Die Migräne wird oft von vegetativen Symptomen (z.B. Übelkeit, Erbrechen), Licht- u. Lärmscheu, visuellen Symptomen oder neurologischen Ausfällen begleitet“.
Die Ursachen der Migräne sind unklar, es existieren aber einige Vermutungen über den Entstehungsmechanismus. Darüber hinaus gibt es individuell verschiedene Faktoren, die eine Migräne-Attacke auslösen können. Solche Faktoren nennt man auch „Trigger“.

Migräne-Triggerfaktoren sind unter anderem:
• Stress
• Schlafmangel
• Grelles Licht
• Starke körperliche Belastung
• Nikotin (Aktiv- und Passivrauchen)
• Alkohol
• Hormonelle Schwankungen (Menstruation, Schwangerschaft, hormonelle Verhütungsmittel)
• Seltener Nahrungsmittel wie Schokolade, Rotwein und bestimmte Käsesorten

Kopfschmerzen sind nach Rückenschmerzen der zweithäufigste Schmerzzustand. Inzwischen kennen achtzig Prozent aller Kinder Kopfschmerzen! Die herkömmliche Kopfschmerz- und Migränetherapie setzt vor allem auf Schmerz unterdrückende Medikamente. Die Verordnungszahlen für Schmerzmittel bei Kopfschmerz und Migräne sind enorm. Insgesamt gibt es in Deutschland 6000-9000 Dialysepatienten aufgrund von Schmerzmittelkonsum. Nicht-medikamentöse Formen der Vorbeugung und Therapie der Migräne sind oft nicht in ausreichendem Maße bekannt.

Für Migränepatienten sind
– das Einhalten eines regelmäßigen Wach-Schlaf-Rhythmus
– regelmäßige Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme (Unterzuckerung vermeiden)
– regelmäßiger Ausdauersport an der frischen Luft
– Entspannungsverfahren
– Strategien zur Stressbewältigung sowie
– das Meiden von bekannten Auslösern (z.B. Nahrungsmitteln, Stress, Lärm, Alkohol)
von essentieller Bedeutung.

Bewährte Therapien bei Migräne und Kopfschmerzen

In der Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht wird die Muskulatur durch Druck auf bestimmte Punkte entspannt. Der Druck bewirkt, dass sich die Muskelspannung, die bei Kopfschmerz- und Migräne vor allem die Nacken- und Kiefermuskulatur betreffen, gelöst wird. Als Folge sendet der Körper keinen Alarmschmerz mehr. Damit die Muskeln nach der Behandlung nicht wieder verspannen, sollte der Patient zu Hause sogenannte Engpass-Dehnübungen machen.

Der Einsatz von Vitalstoffen (Orthomolekulare Medizin). Am häufigsten wurde in den letzten Jahren die Wirksamkeit von Coenzym Q10 untersucht. Aber auch Magnesium, Vitamin E, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien sind sehr gut untersuchte und sehr hilfreiche Vitalstoffe.

Als Heilpflanzen haben sich neben der lokalen Anwendung von Pfefferminzöl besonders das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) und die Pestwurz (Petasites hybridus) bewährt. Bei regelmäßiger Einnahme ist eine Abnahme der Anfallshäufigkeit, der Dauer und der Intensität zu erwarten.

In der Ohrakupunktur werden 4 Formen der Migräne unterschieden:
– Zervikale Migräne, die von Nacken ausstrahlend auftritt
– Hormonelle Migräne, die zyklusabhängig auftritt
– Wettermigräne, die bei Wetterwechsel auftritt
– Gallenblasenmigräne, die belastungsabhängig auftritt
Entsprechend dieser Unterscheidung werden unterschiedliche Punkte genadelt

Häufig sind bei Migräne- und Kopfschmerzpatienten Triggerpunkte vor allem im Trapezmuskel zu finden. Triggerpunkte sind Verhärtungen innerhalb eines Muskels, die dazu führen, dass die Durchblutung an der Stelle gedrosselt ist. Dadurch können sich Stoffwechselgifte und Entzündungsstoffe ablagern, die dann ausstrahlende Schmerzen auslösen können.
Es gibt verschiedene Methoden zur Auflösung der Triggerpunkte und somit zur Durchbrechung des beschriebenen Mechanismus.
In manchen Fällen liegt auch einer Kieferfunktionsstörung vor (v.a. bei Zähneknirschen), und das nächtliche Tragen einer Aufbissschiene kann Wunder bewirken.

Häufig geht mit Migräne auch eine Histaminunverträglichkeit einher, vor allem, wenn die Migräne im Zusammenhang mit dem Genuss von Rotwein oder Käse auftritt. Eine Histaminunverträglichkeit ist über eine Stuhlprobe gut zu diagnostizieren.

Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht je nach Lokalisation der Schmerzen reflektorische Bezüge zu bestimmten Leitbahnen. Demnach steht Schmerz hinterm Auge mit einer Störung der Gallenleitbahn im Zusammenhang, Druck auf der Schädelkalotte mit Störungen der Leberleitbahn und Schmerzen, die über den Kopf bis zur Stirn und Augenbrauen ziehen, mit einer Störung der Blasenleitbahn. Mit der Elektroakupunktur nach Voll sind diese Störungen genau zu spezifizieren und zu therapieren.

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Judith Kliewe - Heilpraktikerin
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