Schmerzen am Bewegungsapparat

Die allgemeine Meinung besagt, dass Schmerzen dann entstehen, wenn bestimmte Strukturen geschädigt sind. So sind z.B. Hüftschmerzen oder Knieschmerzen eine Folge von Arthrose, Schulterschmerzen eine Folge von Kalkablagerungen, das Karpaltunnel-Syndrom eine Folge von überreizten Sehnen, der Fersensporn die Folge einer Entzündung der Sehnenplatte u.s.w.
Das Schmerzverständnis nach Liebscher und Bracht sagt allerdings, dass der Körper uns durch Schmerz und die damit einhergehende Bewegungseinschränkung vor drohenden oder weiter gehenden Schädigungen schützen will. So schützen zum Beispiel Rückenschmerzen die Wirbelsäule und die Bandscheiben, Schulterschmerzen schützen den Gelenkknorpel und die Strukturen der Schulter, Hüftschmerzen oder Knieschmerzen schützen die Hüfte bzw. das Knie vor Arthrose oder weiter fortschreitender Arthrose. Ursache dieser Warnschmerzen sind muskuläre Spannungszustände, die das harmonische Zusammenspiel der an einer Bewegung beteiligten Muskelgruppen erschweren oder gar verhindern.
Die muskulären Spannungszustände können verursacht werden durch jahrelange einseitige Bewegung, Übersäuerung, seelische Probleme oder gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin durch Probleme im Verlauf des entsprechenden Meridians.

Bewährte Therapien bei Schmerzen am Bewegungsaparat

Die Blutegeltherapie basiert unter anderem auf den schmerzstillenden, blutverdünnenden und entzündungshemmenden Komponenten im Salvia der possierlichen Tierchen. Blutegel werden mit sehr gutem Erfolg eingesetzt bei Gelenkarthrosen, Arthritis, Chronische Schmerzen am Bewegungsapparat, Tennisellenbogen/Golferellenbogen, Rückenschmerzen und weiteren Beschwerden. Die Häufigkeit der Behandlungen variiert zwischen 1 und ca. 4 und richtet sich nach dem Beschwerdeverlauf. Bei den meisten Patienten stellt sich jedoch bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Linderung der Beschwerden ein.

In der Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht wird die Muskulatur durch Druck auf bestimmte Punkte entspannt. Je nach Schmerzlokalisation werden unterschiedliche Punkte gedrückt, um das muskuläre Gleichgewicht wieder herzustellen. Dieses grundsätzliche Prinzip gilt letztlich für alle Schmerzzustände, egal, ob es sich beispielsweise um Arthrose, Rückenschmerzen, Fibromyalgie oder das Karpaltunnelsyndrom handelt. Damit die Muskeln nach der Behandlung nicht wieder verspannen, sollte der Patient zu Hause sogenannte Engpass-Dehnübungen machen.

Auch die Mikronährstofftherapie kann vielfach sehr gute Dienste leisten. Bei der Arthrose beispielsweise werden durch die Knorpelveränderungen sogenannte Fresszellen angelockt, die die abgestorbenen Knorpelzellen fressen. Dabei werden jedoch toxische Stoffe freigesetzt, die wiederum Entzündungsreaktionen hervorrufen, die den weiteren Knorpelabbau fördern. Dieses Entzündungsgeschehen ist gut regulierbar durch Selen und Omega 3-Fettsäuren. Für Vitamin C, Beta-Carotin und Vitamin E wurde eine Verlangsamung des Fortschreitens der Arthrose nachgewiesen. Für Vitamin E konnte zudem bei Bewegungs-, Ruhe- und Druckschmerz eine sehr gute Wirkung gezeigt werden. Darüber hinaus leisten Eisen, Zink, Kupfer gute Dienst ebenso wie sekundäre Pflanzenstoffe, speziell die Carotinoide.
Bei der Fibormyalgie können durch die Gabe von Antioxidantien die Schmerzen und die Morgensteifigkeit positiv beeinflusst werden. Zink, Selen und Carnitin können die Schmerzhaftigkeit der Triggerpunkte und deren Anzahl reduzieren und Magnesium kann die allgemeine Leistungsfähigkeit verbessern. Darüber hinaus sind Omega 3-Fettsäuren und Coenzym Q10 empfehlenswert.
Dies sind nur zwei Beispiele, wie der weite Bereich der Schmerzen am Bewegungsapparat durch die Mikronährstofftherapie sehr positiv beeinflusst werden kann, es gibt aber sehr viele weitere.

Die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes ist ein wichtiger Pfeiler in der Therapie von Schmerzen am Bewegungsapparat. In der heutigen Zeit ist es leider eher die Regel als die Ausnahme, dass Patienten durch falsche Lebensweise und psychische Unausgeglichenheit übersäuert sind. Diese sogenannte latente Gewebsazidose hat weitreichende Folgen auf die Gesundheit. Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen, die eine chronische Übersäuerung hervorrufen kann, sind u.a. Spannungskopfschmerzen, Migräne, Weichteilrheumatismus, chronische Polyarthritis, Gicht, Bandscheibenerkrankungen, Arthrosen, Fibromyalgie, Osteoporose, allgemeine und diffuse Schmerzen und vieles mehr.
Die Diagnose einer Übersäuerung lässt sich einfach und kostengünstig über Urinproben, die im Laufe eines Tages gesammelt werden, stellen.
Die Therapie ist individuell auf den Patienten abzustimmen.

Die Ohrakupunktur hat sich bei akuten und chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat ebenfalls sehr bewährt. Sie kann zu einer erheblichen Einsparung von Schmerzmitteln beitragen und ist im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie eine sinnvolle Ergänzung.

Die richtige Ernährung im Zusammenspiel mit der Mikronährstofftherapie kann Schmerzgeschehen wesentlich beeinflussen. Sie können zur Erhaltung der Beweglichkeit beitragen und den Bedarf an schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten reduzieren. Eine Schlüsselrolle bei Entzündungen spielt die Arachidonsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Sie wird natürlicher Weise vom Körper gebildet, um durch Entzündungsreaktionen Viren und Bakterien abwehren zu können. Kommt es zu unterschwelligen oder offensichtlichen chronischen Entzündungen, so ist dieses normale Stoffwechselgefüge nicht mehr im Gleichgewicht. Da Arachidonsäure vor allem in Fleisch, Wurstwaren und Innereien in hohen Mengen vorkommt, ist eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums eine der wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zur Behandlung von chronischen Entzündungen.
Da Übergewicht eine hohe Belastung der Hüft- und Kniegelenke darstellt, wirkt sich eine Gewichtsreduktion stets positiv auf den Krankheitsverlauf und die Symptomatik von Knie- und Hüftgelenksarthrose aus.

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Judith Kliewe - Heilpraktikerin
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