Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden

Obwohl sich der erste Teil dieser Ausführungen mit den Wechseljahren beschäftigt, gilt einiges von dem auch für Menstruationsbeschwerden/PMS. Bewährte Maßnahmen/Therapien gelten grundsätzlich sowohl für Wechseljahresbeschwerden als auch für Menstruationsbeschwerden und PMS.

Die Wechseljahre sind – wie der Name schon sagt – die Jahre des Wechsels. Frau wechselt etwa in der Lebensmitte auf körperlicher Ebene von der gebährfähigen Lebensphase in die Lebensphase, in der sie keine Kinder mehr bekommen kann. Der Wechsel erstreckt sich über Jahre und ist mit vielen körperlichen und oft auch seelischen Veränderungen verbunden.

Zunächst einmal ändert sich schleichend die hormonelle Situation im Körper. Die Eierstöcke produzieren immer weniger Hormone, so dass die Periode unregelmäßig wird und die Blutungen meist kürzer und schwächer werden als gewohnt. Es kann aber auch zu unangenehmen körperlichen Symptomen kommen wie z. B. Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen bis hin zu manifester Depression, Schlafstörungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Gewichtszunahme, verminderte Libido, Leistungs- und Konzentrationsminderung u.a. Letztendlich fallen der Östrogen- und der Progesteronspiegel soweit ab, dass die Monatsblutung völlig ausbleibt.
Leider gibt es noch immer Ärzte, die gegen die o.g. Beschwerden Gestagene u./o. Östrogene verschreiben (Hormonersatztherapie – HRT). In der sogenannten Women’s Health Initiative (WHI-Studie), die über 8 Jahre lang angelegt war, untersuchte man die Gesundheit von mehr als 16.000 Frauen, die die Hormone Gestagen und Östrogen oral verabreicht bekamen. Nach fünfeinhalb Jahren brach man die Studie ab, weil eine erheblich höhere Anzahl von aggressiven Brustkrebsbefunden und ein verstärktes Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt wurden. Die daraufhin neu definierten Therapieempfehlungen führten zu einem deutlichen Rückgang der Verordnung von Hormonpräparaten. Zu den positiven Auswirkungen gehörte ein Rückgang der Brustkrebsrate. Dennoch werden Hormonpräparate auch heute noch eingesetzt, obwohl es viele Alternativen dazu gibt (s.u).

Die Wechsel-Jahre sind aber auch eine Zeit des Innehaltens, der Rückschau und des Loslassens. Es stellen sich Fragen wie:
Habe ich mir meine Wünsche bezüglich Nachwuchs und „Leben“ eingestanden und erfüllt?
Habe ich genug gelebt, bin ich satt geworden?
Gibt es Ebenen auf die ich gerne wechseln möchte und mich nicht traue?
Wo könnte ich im übertragenen Sinne fruchtbar werden?
Welchen Ballast sollte ich abwerfen?
Welche Aufgaben sollte ich angehen?
Wo fehlt mir Struktur, und wo kann ich sie finden?
(aus: Rüdiger Dahlke, Krankheit als Sprache der Seele)

Bewährte Maßnahmen/Therapien

Den Hormonspiegel kann man im Speichel bestimmen. Dieser Hormon-Labortest gibt Aufschluss darüber wie viel der relevanten Hormone der Körper noch produziert und ob sie in einem günstigen Verhältnis zueinander stehen. Je nach Schwere der Symptome und Aussage des Labortests kann man mit bioidentischen Hormonen arbeiten. Bioidentische Hormone sind Hormone, deren biochemischen Strukturen identisch sind mit den Hormonen, die der Körper selbst bildet. Sie werden meist aus Soja oder der Yamswurzel gewonnen. Der Unterschied zur Hormonersatztherapie ist, dass bioidentische Hormone
– nicht die Produktion der körpereigenen Hormone reduzieren, indem sie sich sehr lange und fest an Hormonrezeptoren binden,
– nach Absetzen kein Hormonungleichgewicht entsteht
– keine unnatürlichen Reaktionen hervorrufen und somit nicht die o.g. Nebenwirkungen haben.
Bioidentische Hormone werden von speziellen Apotheken (z.B. Markt-Apotheke Greiff, Rotthalmünster; Klösterl-Apotheke, München) hergestellt und sind auch als homöopathische Hautcremes zur sogenannten transdermalen Applikation und als homöopathische Globulis erhältlich.

Die Anwendung spezieller essentieller Öle hat sich bei psychischen Beschwerden wie depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen und Leistungs- und Konzentrationsminderung sehr bewährt. Auch gegen Muskel- und Gelenkschmerzen können sie sehr wirkungsvoll eingesetzt werden.

In der Zeit des Wechsels ist es besonders wichtig, den Körper aktiv zu entgiften. Als die Periode noch regelmäßig einsetzte, wurden mit der Regelblutung auch viele ausscheidungspflichtige Schadstoffe entsorgt. Das Trinken von reichlich (mind. 350 ml pro 10 kg Körpergewicht) gutem, schadstofffreiem Wasser (z.B. Lauretana), selbst hergestellten Gemüsesäften und Smoothies (beides muss frisch! verzehrt werden) und Entschlackungstees sorgen dafür, dass Säuren und Schadstoffe im Körper gebunden und über den Urin und Stuhl ausgeschieden werden können. Ebenso tragen Bitterstoffe sehr zur Entgiftung bei. Sie haben eine äußerst anregende Wirkung auf die Verdauungssäfte und regen somit die körpereigene Basenbildung an. Das wirkt den Säuren, die aus dem Abbau von kohlenhydrat- und eiweißreicher Ernährung entstehen, entgegen. Eine vitalstoffreiche Vollwertkost mit einem Anteil von mindestens 70% rohem bunten Gemüse und wenig Obst unterstützt die Entgiftung und versorgt den Körper mit Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen und vielem mehr. Das macht gute Laune, hält fit und hilft, Knochenabbau entgegen zu wirken.

Da ja bekanntlich gegen alles ein Kraut gewachsen ist, wundert es nicht, dass wir auch einige Heilpflanzen symptomlindernd einsetzen können. So haben sich gegen Wechseljahrsbeschwerden z.B. Baldrian, Frauenmantel, Herzgespann, Heublume, Cimicifuga und Salbei bewährt. Die Pflanzen werden als Tee, als Fertigarznei oder als homöopatisches Arzneimittel verordnet.

Ein gesundes Maß an Bewegung (mind. 30 Min. täglich) möglichst an der frischen Luft kurbelt den Stoffwechsel an, bringt Herz und Kreislauf in Schwung, Muskeln, Knochen und Gelenke werden beansprucht und bleiben leistungsfähig. Wenn Sie bei der Bewegung auch noch in Schweiß kommen, trägt das einiges zur Entgiftung bei.

Ein gut funktionierender Darm stellt eine Voraussetzung für ein Gleichgewicht des Hormonsystems dar. Deshalb ist es auch in den Wechseljahren, in denen sich die Hormonlage ändert, sehr wichtig, die Darmflora im Blick zu haben. Sie kann durch falsche Ernährungsgewohnheiten, Medikamente, Alkohol, Lebensmittelzusätze u.a. geschädigt sein, sodass sie in ihrer Funktion eingeschränkt ist. Es gibt einige sehr gute Probiotika, die zum Aufbau der Darmflora eingesetzt werden können.

Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin bei mir in Hamburg, informieren Sie sich über mögliche Behandlungsmethoden und lassen Sie sich ausführlich von mir als Heilpraktikerin beraten.

Judith Kliewe - Heilpraktikerin
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